Was macht eigentlich eine Erotik Job Hausdame im Bordell?

Es ist halb sieben am Abend in einer deutschen Stadt. Das Bordell steht mit Sexarbeitern an einer Hauptstraße, gleich daneben ein Wohnhaus, gegenüber ein Lebensmittelladen, ein paar Schritte weiter eine Kneipe. Nicht einen Moment kommen Zweifel auf, was sich hinter der Fassade verbirgt. Verklebte Fenster, schemenhafte Frauenfiguren, rote Beleuchtung.

Irgendwie dachte ich, ich würde suchen müssen, das Bordell sei diskreter. Der Eingang ist durch einen kleinen gepflasterten Hof zu erreichen. Zwei Männer stehen auf der Straße. Ich frage mich, was sie wohl denken mögen. Im gleichen Moment ärgere ich mich

Was gehen mich diese Männer an?

Bella erwartet mich vor der Tür. Sie ist Hausdame im Bordell, und ich bin mit ihr verabredet. Ich bin gespannt, wie dieser Abend verläuft. Sicher, ich habe viel gelesen, viel gehört, doch alles eben nur aus zweiter Hand. Bella begrüßt mich herzlich: "Wir haben Glück. Noch ist kein Gast im Haus. Montag ist meist ein ruhiger Tag."

Zum ersten Mal betrete ich ein Bordell. Am Eingang eine Theke, es folgt eine Art Halle mit Sofa und Regalen, voll mit Handtüchern. Das Licht ist gedämpft. Ich sehe einen kleinen Tisch, zwei Sessel und eine Küchenzeile. Dort sitzt eine junge Frau, eine Sexarbeiterin, bekleidet mit schwarzem Höschen und einem Spitzen-BH, die Beine übereinander geschlagen, sie raucht und schreibt eine Nachricht.

Ich stelle mich ihr vor. Das Interesse an mir ist - gelinde gesagt - gering. "Das ist Svetlana, eines der sechs Erotik Job Mädchen, die heute arbeiten". Und schon beginnt mein Rundgang durchs Bordell, schließlich bin ich gekommen, um zu sehen, wie ein ganz normaler Abend für eine Hausdame aussieht.

Zweckmäßige Einrichtung eines Erotik Job Geschäftes

Die Küche ist klein, aber mit dem Notwendigen ausgestattet. Es gibt einen Herd, einen Kühlschrank und - was mich erstaunt - es gibt Tresore für Sexarbeiter : einen großen mit Zahlencode, daneben steht ein kleiner, an dem der Schlüssel baumelt. "Tresore müssen sein, hier kommt vieles weg", klärt mich Bella auf. In den gesicherten, der Bellas Hoheit untersteht, kommen - neben Kondomen und Wertgegenständen - die Bordell-Einkünfte des Abends. In den kleinen Tresor legen die Frauen ihre Sexjobs Einnahmen. 

Weiter zur Herren-Umkleide: Blaue Spinde stehen in zwei Reihen - abschließbar. Obenauf liegen Badelatschen, dazwischen eine Holzbank. Dieser Raum hat die Romantik einer Sporthalle. Nüchterner geht es kaum. Ein paar Schritte daneben die Dusche: hellbraun gekachelt, sehr groß. Platz für zwei oder mehr Personen ist hier allemal.

Nun geht's in den Kontaktbereich, "Anbahnungsraum" genannt. Noch immer ist kein Gast im Haus.

Dieser Teil des Sexbetriebes erinnert mich an eine Diskothek in den neunziger Jahren: rotes Licht, Musik, eine Bar, Chromhocker, Sofas, ein Stange zum Tanzen und eine Wendeltreppe, die ins Obergeschoss führt.

Auf den Sofas verteilt sitzen fünf Frauen. Leicht bekleidet, die Beine angezogen, die billigen hochhackigen Schuhe liegen auf dem Boden. Sie kommen aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Gelangweilt sehen alle aus. Wie alt sie sind, kann ich schwer schätzen. Bella erzählt mir später, dass die jüngste 20, die älteste 46 Jahre alt ist. Keine blickt auch nur auf, als ich meine Führung erhalte. Sie sind mit ihren Handys beschäftigt, schauen sich gegenseitig ihre Fotos an.

Erotik Jobs in Deutschland

Mehr als 250 Handtücher bei Sexarbietern nötig

Die täglich anfallende Wäsche von Erotik Joblern wird im Keller gewaschen und getrocknet Einen Stock höher befinden sich sechs Zimmer:

In jedem ein breites Bett - eine Spezialkonstruktion, extra für den Einsatz im Bordell gebaut.

Darauf ein Handtuch, daneben ein Nachttisch mit drei Haushaltsrollen, ein Papierkorb, ein Stuhl, schummriges Licht. Die Ausstattung ist spartanisch. Ausreichend für den Zweck. Bella zieht schnell, mit gekonnten Griffen, die Laken glatt, legt die Handtücher in die Mitte, wirft zerknäulte Papiertücher in den Müll, stellt die Haushaltsrollen an ihren Platz. "Man muss alles kontrollieren", sagt sie. "Eigentlich sollen sich die Mädchen selbst kümmern und die Handtücher nach unten bringen, aber manchmal...".

200 kleine und 60 große Handtücher gibt es im Bordell - mindestens. Diese müssen ständig gewaschen werden. An guten Abenden füllen sie bis zu sechs Waschmaschinenladungen. Und schon sind wir im Keller des Bordells : zwei Waschmaschinen, vier Trockner, schwüle Luft. Bella räumt den Trockner aus und stopft Handtücher in die Maschine. "Das muss ich gleich machen. Ich darf nicht in Verzug geraten".

Männer haben die Wahl zwischen Erotik Job Frauen

Jede der Sexarbeiter trägt eine kleine Kosmetiktasche mit sich, gefüllt mit dem Notwendigen Oben angelangt setzen wir uns an den kleinen Tisch.

Es klingelt, der erste Gast kommt. Bella ruft eine der Frauen herbei, öffnet und begrüßt den ca. 35jährigen Mann.

Sie fragt nach seinen Wünschen. Er hat die Wahl: Eintritt in den Kontaktbereich, Sex mit drei bis fünf Frauen zu einem festen Preis - inklusive nicht alkolischer Getränke, oder etwas diskreter, alleine mit einer Prostituierten aufs Zimmer. Er entscheidet sich für die Variante zwei. Bella ruft die restlichen Frauen. Nacheinander begrüßen die Sexarbeitrinnen den Gast, stellen sich vor. Schnell hat er die Entscheidung getroffen.

Irina soll es sein. Eine junge Frau aus Rumänien, Typ "Mädchen von nebenan", mit braunen mittellangen Haaren und einem netten Lächeln.

"Irina kommt bei den Männern gut an, sie wirkt offen und das mögen unsere Gäste", sagt Bella, während Irina mit ihrem Freier an uns vorbei in den ersten Stock geht.

Es klingelt wieder, ein junger Mann Mitte Zwanzig möchte fünf Frauen für 100 Euro.

Dieser Gast weiß, was er will, das Prozedere kennt er auch.

Offensichtlich ist er nicht das erste Mal mit Sexarbeitern in Berührung. Er wird den ganzen Abend bleiben. Ich sehe ihn immer mal wieder, bekleidet mit einem Handtuch um die Hüften und Badelatschen. Umgezogen hat er sich in besagter Umkleide. Bella hat zwischenzeitlich die "Mädchen"- wie sie sie nennt - auf ihre nachlässige Kleidung aufmerksam gemacht. "Manchmal muss ich sie erinnern, dass Flip-Flops nicht erlaubt sind". Sie setzt sich zu mir an den Tisch, bereit Fragen zu beantworten. Nebenbei legt sie Handtücher zusammen, gibt einem der Mädchen eine Handvoll Kondome. "Wir haben Kondompflicht, und es ist wichtig, dass wir immer ausreichenden Vorrat haben. 1000 davon brauchen wir in einem Monat", sagt sie.

Sehnsucht nach Zuhause auch bei Sexarbeitern 

Das Verhältnis zwischen Hausdame und Erotik Job Arbeiter scheint mir herzlich - und als ob die junge Frau meine Gedanken erraten hätte, sagt sie "Bella ist sehr gut zu uns". Vorher, als noch der alte Besitzer da war, war die Atmosphäre nicht so entspannt. Bei Bella wissen sie, woran sie sind. Sie bekommen ihr Geld wie vereinbart, können sich in der Küche bedienen, einige schlafen und arbeiten im Bordell, um Geld zu sparen.

In der Regel bleiben die Frauen zwischen 14 Tagen und drei Monaten. Wenn sie lange genug gearbeitet haben, wollen sie nach Hause, nach Ungarn, Bulgarien oder Rumänien. Mit dem Bus, heim zu ihren Familien. Die meisten haben Kinder. Doch alle kommen wieder, Geld verdienen, damit sie sich ihren Traum erfüllen können. Ein Haus, irgendwo auf dem Land.

In der Umkleide liegen Handtücher und Badelatschen wild durcheinander Es ist kurz von halb Zwölf. Fünf weitere Gäste sind angekommen. Ich sitze in meinem Sessel und sehe, wie sie mit den Frauen nach und nach in den oberen Bereich verschwinden. Der Ablauf ist ruhig und wirkt sehr professionell. Einige Männer wollen tanzen, andere versuchen ins Gespräch zu kommen mit den Erotik Arbeitern. Allen gemeinsam ist eins: Sie überbrücken die Wartezeit, bis sie wieder so weit sind, mit dem nächsten Mädchen ins Zimmer zu gehen. Schließlich haben sie für fünf bezahlt.

Und manch einer hat Angst, dass er es in der noch vorhandenen Zeit nicht schafft, wieder seinen Mann zu stehen. 

Für Bella ist all dies Routine: "Männer überschätzen sich gerne. Das passiert jeden Abend", sagt sie.

Sie lächelt, steht auf, kontrolliert, ob alles in Ordnung ist. Duschen, Toiletten, der Kontaktraum, nichts entgeht ihren Blicken. Sie sammelt Handtücher vom Boden der Umkleide, kontrolliert die Bar, trägt Wäschekörbe in den Keller, sorgt für die passende Musik, bereitet kleine Snacks und beantwortet geduldig die Fragen der Freier.

In einer kurzen Pause erwähnt sie, dass der wöchentliche Einkauf fürs Bordell eine wirkliche "Schlepperei" sei:

180 Haushaltsrollen, 200 Teelichte, vier Päckchen Waschpulver, 15 Dosen Raumspray, sieben Flaschen Sagrotan, mehrere Packungen Toillettenpapier, Putzmittel und Duschgel.

Hinzu kommen Lebensmittel. Mindestens zwei Kilo Zucker pro Tag. "Die Mädchen trinken ihren Kaffee gerne sehr süß".

Um halb zwei ist Feierabend. Nach und nach verlassen die Männer - teilweise grußlos - das Bordell. Die Frauen sehen müde aus. Kaum eine redet etwas, alle wollen nur noch schlafen. Schnell noch die Tagesabrechnung machen, dann können sie zu Bett. Bella wird noch die Küche aufräumen, die restlichen Handtücher von den Zimmern einsammeln, Papierkörbe leeren und eine Maschine Handtücher waschen. Am nächsten Tag, um zwölf Uhr, geht es wieder los. In der Mittagszeit schon kommen die ersten Freier.

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