In Bordellen, Erotik Studios, FKK, Nachtclub, Bars und Co hat der Staat das Rotlicht abgedreht.

 Hausbesuche bei Freiern indes sind Sexarberinnen trotz Pandemie weiter erlaubt. 

Die Zahl der Verordnungen zu Corona ist bereits dreistellig – aber nicht jede Vorschrift des Staates ist handwerklich solide. Jüngstes Beispiel ist die kuriose Regelung des Sexgewerbes.

Denn bekanntlich sind derzeit alle Erotik Geschäfte geschlossen:

Mit dem 07.12.2020 tritt eine Neue Corona Verordnung in Österreich in Kraft. Gemäß § 12 dieser Verordnung ist das Betreten von Einrichtungen zur Ausübung der Prostitution zum Zwecke der Inanspruchnahme von Dienstleistungen für Kunden bis mindestens 07.01.2021 untersagt. Hausbesuche sind erlaubt, allerdings nur in den Bundesländern, die diese zulassen.

Eine aktuelle Entscheidung des Gesundheitsministeriums aber öffnet der Branche ein Schlupfloch: Escort Job in Österreich, im Klartext also Besuche von Callgirls bei Freiern in deren Wohnung, ist weiterhin erlaubt. Interessant ist, dass Escort Arbeit und Sexarbeit die gleichen Dienstleistungen beinhalten, aber eine ist erlaubt und die andere nicht.

Die Folge zeigt sich auf prallen Internet-Seiten: Da bieten plötzlich Hunderte Sexarbeiterinnen prickelnde Hausbesuche an.

Kein Umsatzersatz für Prostituierte

Die Pandemie-Krise hat das Gewerbe hart getroffen. Umsatzausfälle im Lockdown werden Prostituierten nicht ersetzt. Entsprechend groß ist nun der Kapitalbedarf – und entsprechend gering ist die Bereitschaft, die Stimmung im Privatbetrieb von Vorgaben trüben zu lassen. Etwa von Empfehlungen wie Masken tragen, Handschuhe verwenden, kein Sexspielzeug, Körperkontakt auf das notwendige Maß beschränken, etc.

Täglich 4.000 Escort Kundenkontakte alleine in Wien

„Allein in Wien gibt es jetzt jeden Tag rund 4.000 Kundenkontakte mit Callgirls. Wenn da auch nur ein paar Corona-Infektionen dabei sind, kann man sich vorstellen, welche Cluster durch Escort entstehen.“