Die Frauenzentrale wollen wirklich aufhören mit Erotik und Escort Jobs in der Schweiz?

Videobotschaftskampagne von Publicis Zürich, „Eine Nachricht von Schweden an die Schweiz“, fragt eine Reihe von Schweden, warum die beiden Länder ständig miteinander verwechselt werden.

Menschen auf der ganzen Welt verwirren Schweden und die Schweiz. Aber jetzt wird in einem Film über soziale Medien eine Gruppe von Schweden gezeigt, wie unterschiedlich die Schweizer wirklich sind. Mit ihrem provokanten Video will eine Schweizer Frauenrechtsorganisation die Prostitution in der Schweiz zum Thema machen.

In Schweden ist die Prostitution seit 20 Jahren illegal. In der Schweiz sind Erotik Jobs bis heute 100% legal Arbeit. Der knapp zweiminütige Film erreichte auf Facebook 328'000 Personen, wurde über 4'600 Mal geteilt und generierte 489 Kommentare.

Auf Youtube wurde das Video knapp 52'000 Mal in der englischen Version aufgerufen!


Diese vielen Rückmeldungen, die vielschichtigen und kontroversen Diskussionen und das grosse Interesse der Öffentlichkeit zeigen, wie wichtig die Diskussion über Prostitution ist. Einige Rückmeldungen zeigen aber auch, dass verschiedene Aspekte der Kampagne falsch verstanden wurden. Die Frauenzentrale ist NICHT für ein Prostitutionsverbot.

Es geht ihr in erster Linie darum, dass endlich auch in der Schweiz eine Grundsatzdebatte über Prostitution geführt und geprüft wird, ob die Nachfrage nach bezahltem Sex bestraft werden soll.

sexarbeit ban in der schweiz

Am 1. Juli 1998 wurde die Prostitution in Schweden illegal. Seitdem wird jeder, der für Sex bezahlt, strafrechtlich verfolgt. In der Schweiz hingegen ist die Prostitution reglementiert, wurde aber nie richtig diskutiert.

„Wir möchten, dass das gesamte Prostitutionssystem in der Schweiz in Frage gestellt wird“, sagt Andrea Gisler, Präsidentin der Frauenzentrale, Zürich. Aus diesem Grund hat die Organisation eine neue Kampagne gestartet - genau 20 Jahre, nachdem Schweden sein Gesetz zum Verbot des Erwerbs sexueller Dienstleistungen erlassen hatte.

"Schweden war in Sachen Frauenrechte der Schweiz immer voraus", sagt Andrea Gisler." Wir sind 20 Jahre hinterher, es ist höchste Zeit, sich in der Schweiz mit diesem Thema auseinanderzusetzen."

In diesem Video fragen sich einige Schweden, warum die beiden Länder ständig miteinander verwechselt werden, auch wenn sie viele Unterschiede aufweisen, insbesondere in Bezug auf Frauenfragen. Dazu gehören die Einführung des Frauenstimmrechts, der Mutterschaftsurlaub sowie die Regulierung der Prostitution. Der Film war eine Koproduktion der schwedischen Filmemacherin Julia Lindström und der Stockholmer Produktionsfirma Social Club und wurde von Publicis Zürich konzipiert.

Schweizer Regeln über Erotik Arbeit

Die erotik job ist in der Schweiz seit 1942 legal und reguliert. Die Straßenprostitution ist jedoch illegal, mit Ausnahme von speziell ausgewiesenen Gebieten in Großstädten. Im vergangenen Jahr hat das Parlament beschlossen, das gesetzliche Prostitutionsalter in der Schweiz im Einklang mit einer internationalen Kinderschutzkonvention von 16 auf 18 Jahre anzuheben.

Personen, die für Sex mit 16- oder 17-jährigen Prostituierten bezahlen, müssen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen. Minderjährige Prostituierte müssen sich keiner Bestrafung stellen. Das Kabinett unterzeichnete bereits 2010 die Lanzarote-Konvention, die auch als Konvention des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch bekannt ist.

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