Ein Interview mit einer Stripperin in Berlin - treffe Karla - die wundeschöne gogo tänzerin


Strippen ist etwas, was der durchschnittliche Mensch höchstens heimlich macht. Poledance hingegen hat gesellschaftlich schon mehr an Relevanz bekommen, aber hey—das ist natürlich nicht sexy, das ist Sport.

Wir alle wissen, dass es Stripperinnen gibt, aber kaum jemand kennt sie privat. Karla tanzt seit zehn Jahren in ganz Deutschland. Angefangen hat sie als GoGo-Tänzerin, mittlerweile strippt sie auch. Was der Unterschied ist, erklärt sie später im Gespräch. Ihr Job ist ihre Leidenschaft, weshalb sie vor vier Jahren ihre Agentur Karla von Sydney gegründet hat.

Im privaten Leben genießt sie Zeit mit der Familie, studiert und macht gerne Sport.

Wir haben uns mit ihr getroffen, um über den Job, die seltsamsten Wünsche, den typischen Kunden und den Einfluss auf ihr Privatleben zu besprechen. Entstanden ist ein langes und offenes Gespräch über die Branche und das ganze Drum-Herum.

poledance und gogo arbeit

Emma: Wie kann man sich eine Erotik Tänzerin privat vorstellen?

Karla: Die meisten, die ich kenne, einschließlich mir, sind privat gerne ungeschminkt und tragen flache Schuhe. Ganz normale Mädels halt, die sich auch eine normale Beziehung zu einem Mann wünschen. Viele Tänzerinnen sind auch Single und es ist auch Grundkonsens, dass es ohne Freund einfacher ist. Mein Ex zum Beispiel, wollte immer nur Tänzerinnen haben. Sie für sein Ego vom Podest holen. Und dann weiter erobern—ich durfte nicht mehr tanzen. Da hat man mit vielen Männern zu tun, die so und ähnlich sind.

Emma: Wie hast du mit dem Strippen angefangen?

Karla: Ich habe meine erste Tanzeinlage mit 13 in der Disco gesehen. Ich habe davor schon total gerne getanzt, ab da wusste ich, ich möchte das machen. Mit 21 habe angefangen als GoGo-Tänzerin zu arbeiten aber erst, ich habe ein paar Erotik Job Forum gesehen auch. Und dann war ich da irgendwie drinnen. Es erzeugt ja eine gewisse Sucht—du bist da oben auf der Bühne, alle jubeln und schreien dir zu—dein Ego gewöhnt sich an die Arbeit. Als Single war ich nie unglücklich, ich vermisste nichts. Die Kunden waren sehr nett und lieb zu mir. Diese Bestätigungen meiner Kunden reichten mir vollkommen. Ich bin eine ganz normale Frau an den meisten Tagen im Monat. Aber wenn ich tanzen kann, das ist meine Möglichkeit meinen inneren Freak auszulassen. Ich war schon immer eine Extremistin, es ist in mir drinnen. Ich würde es nicht missen wollen. Einmal habe ich für einen Mann aufgehört zu tanzen—das würde ich nie wieder tun. Denn ein Mann sollte eine Frau so akzeptieren wie sie ist.

Emma: Welche Lokale oder Veranstalter buchen dich meistens?
Karla: Meistens sind das Discotheken, in denen wir GoGo- und Pole-Dance tanzen—reines Animationsgetanze also. Viele andere Kunden buchen uns auch für ihre Polterabende und Geburtstage, da machen wir dann die klassische 15-minütige Striptease-Show. In letzter Zeit ist es auch so, dass viele aus Österreich nach Deutschland zum Poltern kommen, da in ein Hotel einchecken und dort eine Stripperin haben wollen.