Wegen Corona sind die Bordelle, Erotik Studios und viele Escort Agenturen geschlossen

Eine SPD-Politikerin findet Bordelle sollen geschlossen bleiben und fordert ein Sexkaufverbot. Es würde das Ende der Erotik und Escort Jobs bedeuten. Nein, sagt eine Bordellbetreiberin – Prostituierte müssten ohne Bordelle in prekären Verhältnissen arbeiten.

Ein rosafarbener Flachbau im Industriegebiet von Speyer: Das ist „Lauras Girls“, das Reich von Laura, einer kleinen Frau mit strengem Dutt und Perlenohrringen. Laura war mal Sexarbeiterin, heute ist sie Bordellbetreiberin. 

Sie hat in ihr Erotik Studio mit den dunklen Tapeten und flauschigen Teppichen geladen, weil sich immer mehr Abgeordnete aus Union und SPD für ein Sexkaufverbot aussprechen. Also dafür, Freier zu kriminalisieren, nicht aber die Prostituierten.

„Das ist genauso zynisch, wie zu sagen: Du darfst die Bar aufmachen, aber jeder, der ein Bier kauft, wird bestraft“

sagt die Bordellbetreiberin. Prostitution verschwinde nicht durch ein Verbot, sondern werde nur in die Illegalität gedrängt.

Sexarbeit im Lockdown: „Finanziell und menschlich eine Katastrophe“

In der illegalen Prostitution gibt es keinen Schutz für Sexarbeiter. Keine Hygenievorschriften, keine Nachverfolgbarkeit, keine Ausweise, keine sicheren Arbeitsplätze für die Sexarbeitenden.

Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist Prostitution in Deutschland seit Mitte März 2020 illegal, aber wie wir immer wieder gesehen haben, verschwindet Sexarbeit nicht einfach, wenn sie verboten wird. So müssten „die Arbeitenden immer noch ihren Lebensunterhalt verdienen“, würden aufgrund der aktuellen Verbote aber „in noch geheimere, noch gefährlichere Situationen gedrängt“.